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Beschreibung

Samuil oder kurz Samu ist, wenn man das so sagen kann, der einzige männliche Zivilist des Kriegsrades. Als mehr oder minder ausgebildeter Bader flickt er seine Truppe nach der Schlacht wieder zusammen.

Man schickt ihn auch gern mal auf Grund seiner ruhigen Art zu anderen,
bei denen ein militärischer Ton vll. nicht die beste Wahl ist.

Wenn allerdings der Moment der Not kommt, nimmt er auch Pfeil und Bogen zur Hand um sich und die seinen zu beschützen.

Ansonsten zeichnet er sich durch seine Gastfreundlichkeit und die unterschütterliche Treue zum Ritter Bartholomäus aus, über den er kein einziges schlechtes Wort zulässt.
Name:
Samuil
Genre:
Fantasy
Profil:
Titel:
---
Subgenre:
Low-Fantasy
Geschlecht:
männlich
Typ:
Handwerker / Hersteller
Alter:
26 Jahre
Subtyp:
Bader(in)
Sprache:
---
Größe:
176 cm
Rasse:
Menschen / Mensch
Götter:
Die Elemente
Gewicht:
---
Gesinnung:
Rechtschaffen Neutral
PLZ:
94032

Gruppen

Das Kriegsrad

Typ: Freie Gruppen / Abenteurer Mitglieder: 5 Aktivität: 94036

Geschichte

"Samuil, komm sofort zum Essen!" dröhnte eine Frauenstimme aus der Küche, in der sich zwei Kinder
zankten und wie üblich mit Essen bewarfen. Samuil seufzte und rief: "Ja Schatz, ich komme gleich." Er
packte sein immer noch blutiges Besteck in einen Beutel und stellte es auf den Schrank, damit die
Kinder nicht herankamen. Musste er es wohl später erst sauber machen. "Samuil, Himmel nochmal,
kommst du jetzt endlich!". Der Gerufene zuckte zusammen, machte die Tür zu seinem Arbeitszimmer
auf und ging in die Küche. Wie jeden Abend ertrug er das Gezeter seiner Frau, das dadurch lauter
werdende Geschrei seiner Kinder und den anschließenden Vorwurf, dass es seine Schuld sei und er die
Kinder nicht so ärgern solle. Stets quittierte er alles mit "Ja Schatz, tut mir leid, Schatz", worauf der
letzte Satz des Abends "Ich weiß überhaupt nicht, warum ich mit dir verheiratet bin" folgte und sie sich
im Ehebett umdrehte und schlief. Nach einem letzten Gebet tat Samuil es ihr gleich. Am nächsten
Morgen stand er früh auf, denn sein alter Lehrmeister verlangte in der Hauptstadt nach ihm. Er dankte
den Göttern dass er vor seiner Frau wach war und war mit einem spärlichen Frühstück auch schon
verschwunden, bevor sie etwas bemerkte.

In Nensîr angekommen steuerte er zielsicher durch die Gassen. Jahre war es her, da hatte Samuil hier
seine Lehre begonnen. Bader sollte er werden im Badehaus zum süßen Holler, einer Einrichtung in
Hafennähe, die bekannt war für ihren Holunderlikör und den dort noch süßeren arbeitenden Damen.
Ging man nach einer langen Seereise von Bord und verkehrte nicht in höheren Kreisen so kehrte man
dort ein, lies sich waschen, seine Wunden behandeln und sich von den Damen verwöhnen. Samuil
hatte dort seine Lehre begonnen, aber nie abgeschlossen. Ein Abend mit der falschen Frau brachte ihm
Monate später eine Hochzeit nur knapp vor der Geburt seiner Kinder ein. Das bedeutete, er musste
die Stadt verlassen und mit seiner Gemahlin einen eigenen Hausstand in Furthen gründen. Doch in der
Zeit im Badehaus lernte er seinen späteren Helden kennen, den zukünftigen Ritter Bartholomäus. Als
er noch kein Ritter war, war er Stammgast im süßen Holler, erzählte Geschichten vom Festland, von
den Abenteuern in der Seewehr und seinen Heldentaten. Samuil lauschte dem immer gerne und
verfolgte seitdem jedes seiner Turniere. Nach der Erhebung in den Ritterstand nahm Bartholomäus
den Lehrmeister Samuils sogar in seine privaten Dienste auf, und dieser verlangte nun nach ihm
Es war ein herzliches Wiedersehen in der Badstube des Ritters, Schüler und Meister verband seit
Lehrzeiten eine enge Freundschaft. Der nun als alter Alfons bekannte hatte viele Winter erlebt und
war weit älter als der Ritter, mit wachsender Gicht und einem erblindeten Auge ging er aber immer
noch seiner Berufung nach. Er meinte es gut mit Samuil und erzählte ihm, dass der Ritter morgen
Mittag in die Fremde aufbrechen würde um für den Freiherrn etwas zu suchen. Die Chance, ein
trostloses Leben hinter sich zu lassen und neu zu beginnen, wenn er sich denn dafür melden würde,
was er sofort darauf tat.
Was sonst noch an dem Tag passierte lag für Samuil im Schleier von Euphorie und Obstbrand in
diversen Tavernen. Er erwachte bei Morgengrauen in einer Zelle, offensichtlich hatte man ihn wegen
Trunkenheit dort festgehalten. Nach einer kurzen Besprechung mit seinem Kerkermeister kam er
jedoch schnell wieder frei. Den Herren Bartholomäus zu erwähnen mag dabei durchaus geholfen haben.

Hastig lief er nach Hause und riss die Tür zu seinem Heim auf. "Sag mal bist du von allen guten Geistern
verlassen? Du kannst doch nicht hier so hereinplatzen! Was ist passiert, wo warst du diese Nacht, du
warst mir doch…", "Nein!", unterbrach er sie. Etwas schockiert, dass er sie unterbrochen hatte stand
kurz ihr Mund offen bevor sie sich wieder fing. "Nein? Was ist das dann? Und warum huschst du hier
überall rum? Ich hab eben erst gefegt, du musst heute übrigens noch...", "Nein!", wieder unterbrach
er sie, während er hastig alles zusammenpackte was er für eine lange Reise brauchen konnte. Bevor
seine Frau wieder beginnen konnte sagte Samuil, "Frau, ich verlasse dich jetzt. Der Ritter Bartholomäus
bat mich mit ihm in die Fremde zu segeln um irgendwas Wichtiges zu suchen.", empört stemmte seine
Frau die Fäuste in die Hüften, als ihr Mann weitersprach. "Ich muss alles packen, da mittags bereits die
Reise losgeht, wenn du mir nicht glaubst frag doch nach", er gab seinen Kindern einen Kuss auf die
Stirn, sagte ihnen, dass er sie lieb habe aber nun leider weg müsse, sie aber auf Mama aufpassen sollten
und stürmte hinaus. Seine Frau sah schockiert und zornig die Türe an, die hinter ihm zufiel, als sie auch
schon wieder aufging. "Entschuldige ich hab etwas vergessen", brummte er. "Ja das hast du", meckerte
seine Frau, "du hast dich nicht von mir verab...". "Oh ich habs schon Schatz, stand auf dem Schrank.
Falls jemandem was passiert sollte, dann sollte ich ihn doch zusammenflicken können. So, macht’s gut
Kindern." wieder knallte die Tür zu. Da begann Samuil auch schon einen Spurt zurück nach Nensîr.
Er würde sich sicher nicht umdrehen.